Harz · Deutschland HSB Simulator

Die virtuelle Harzer Schmalspurbahn für Open Rails

Spurweite
1000 mm
Netz
140,4 km
Engine
Open Rails

Wissen · 22. September 2026

Systemvoraussetzungen und Performance in Open Rails

Kurz gefasst

Hasselfelde mit Blick zum Brocken
Hasselfelde mit Blick zum Brocken

Woran die Bildrate in Open Rails zuerst hängt

Open Rails belastet die CPU stärker als die Grafikkarte. Der Simulator verteilt seine Arbeit zwar auf mehrere Threads für Darstellung, Fahrphysik, Nachladen und Ton, die schwersten Aufgaben liegen aber auf wenigen Kernen.

Eine CPU mit hohem Takt bringt deshalb mehr als eine mit sehr vielen Kernen. Wer zwischen zwei Prozessoren wählt, fährt mit der schnelleren Einzelkernleistung besser.

Die Grafikkarte wird erst bei hoher Auflösung, aktiviertem Antialiasing und dynamischen Schatten zum Engpass. Auf 1920x1080 reicht Mittelklasse in aller Regel aus.

Eine SSD ändert nichts an der Bildrate. Sie verkürzt die Ladezeit und verringert die kurzen Hänger, wenn Open Rails während der Fahrt neue Kacheln und Texturen nachlädt.

Erst messen, dann an den Reglern drehen

Bevor du Einstellungen änderst, brauchst du eine Vergleichsszene und eine Zahl. F5 blendet in Open Rails das HUD ein, dort steht die aktuelle Bildrate.

Nimm dir eine Stelle, die deinen Rechner fordert, etwa einen vollen Bahnhofskopf oder eine Ortsdurchfahrt, und fahre sie nach jeder Änderung identisch ab.

Ändere immer nur einen Wert auf einmal. Wer Sichtweite, Schatten und Objektdichte gleichzeitig anfasst, weiß am Ende nicht, welcher Regler die zehn zusätzlichen Bilder pro Sekunde gebracht hat.

Notiere dir die Werte, die für dich funktionieren. Nach einem Update von Open Rails oder einem neuen Treiber lohnt sich derselbe Durchgang noch einmal.

Sichtweite: der teuerste Regler im Menü

Die Sichtweite im Video-Reiter der Open-Rails-Optionen kostet mehr Leistung als jede andere Einzeleinstellung. Der Grund ist Geometrie: Verdoppelst du die Entfernung, liegen ungefähr viermal so viele Objekte im sichtbaren Bereich.

Für die meisten Rechner ist ein Wert um 2.000 m ein guter Ausgangspunkt. Taste dich in Schritten von 500 m nach oben, bis die Bildrate an deiner Vergleichsszene einbricht, und geh dann eine Stufe zurück.

Die fernen Berge (Distant mountains) haben einen eigenen Regler in Kilometern und ein eigenes, gröberes Geländemodell. Diese Option lässt sich großzügig einstellen, ohne dass die Bildrate ähnlich stark leidet wie bei der normalen Sichtweite.

Im Harz merkst du den Unterschied besonders deutlich auf der freien Höhe. Wer die Strecke hinauf zum Brocken fährt, blickt oben über das halbe Vorland, und genau dort schlägt eine große Sichtweite voll durch.

Was Schatten, Antialiasing und Auflösung kosten

Dynamische Schatten sind nach der Sichtweite der zweitgrößte Posten. Open Rails trennt dabei zwischen Schatten für die wichtigsten Objekte und der zusätzlichen Option, Schatten für alle Objekte zu berechnen.

Schalte zuerst die Schatten für alle Objekte ab und behalte die einfachen Schatten. Das reicht optisch meist aus und gibt spürbar Luft.

Antialiasing (MSAA) glättet Kanten an Oberleitungsmasten, Signalen und Dachrinnen und belastet vor allem die Grafikkarte. Auf schwächeren Karten ist die niedrigste Stufe der bessere Kompromiss. Ganz ohne Glättung flimmern dünne Objekte in der Ferne stark.

Die Auflösung wirkt direkt auf die Grafikkarte, kaum auf die CPU. Wenn deine Bildrate auch bei minimalen Grafikoptionen niedrig bleibt, liegt das Problem in der Regel bei der CPU, und eine kleinere Auflösung hilft dir wenig.

Die vertikale Synchronisation deckelt die Bildrate auf die Bildwiederholrate des Monitors. Sie verhindert Bildrisse und macht schwankende Werte ruhiger, ohne selbst Leistung zu kosten.

Objektdichte und Detailstufen sinnvoll einstellen

Die Objektdichte (World object density) wird in Open Rails in Stufen von 0 bis 10 eingestellt und entscheidet, wie viel Streckenbeiwerk überhaupt gezeichnet wird. Niedrige Werte lassen Zäune, Schilder, Bäume und Kleinkram weg.

Auf der höchsten Stufe siehst du alles, was die Streckenbauer gesetzt haben. Bei zwei oder drei Stufen darunter wirkt die Umgebung immer noch bewohnt, die CPU hat aber deutlich weniger Objekte zu verwalten.

Die Detailstufen-Verschiebung (Level of detail bias) bestimmt, ab welcher Entfernung Open Rails auf gröbere Modelle umschaltet. Ein negativer Wert schaltet früher um und spart Leistung, ein positiver hält feine Modelle länger sichtbar und kostet.

Zusatzoptionen wie Überhöhung der Gleise, Doppeloberleitung oder aufwendige Wassereffekte sind einzeln abschaltbar. Jede für sich ist klein, in Summe machen sie an dichten Stellen einige Bilder pro Sekunde aus.

Wo es im Harz besonders eng wird

Die Last schwankt entlang einer Strecke erheblich. Große Bahnhofsbereiche mit vielen Gleisen, Gebäuden und Fahrzeugen sind die härteste Probe, danach kommen Ortsdurchfahrten mit dichter Bebauung.

Auf freier Strecke im Wald bleibt die Bildrate dagegen meist hoch, weil wenige unterschiedliche Modelle in Sicht sind. Wer nur dort testet, stellt seine Optionen zu optimistisch ein.

Auch der übrige Verkehr kostet: Jeder zusätzliche Zug wird simuliert, auch wenn er weit weg ist. Wenn du einen ganzen Betriebstag mit dichtem Fahrplan fährst, sind mehr Fahrzeuge gleichzeitig unterwegs als bei einer einzelnen Überführungsfahrt.

Welche Abschnitte das Add-On abbildet, steht in der Übersicht der Strecken. Steigung, Höhenlage und Bebauung unterscheiden sich zwischen den Teilen des Netzes erheblich, und damit auch die Last auf deinem Rechner.

Eine Reihenfolge, die schnell zum Ziel führt

Diese Reihenfolge spart Zeit, weil sie mit den teuersten Posten beginnt:

  1. Bildrate an einer festen Vergleichsszene messen und notieren.
  2. Schatten für alle Objekte abschalten, erneut messen.
  3. Sichtweite in Schritten von 500 m senken, bis der Wert stimmt.
  4. Objektdichte um zwei bis drei Stufen reduzieren.
  5. Antialiasing eine Stufe herunternehmen, falls die Grafikkarte der Engpass ist.
  6. Vertikale Synchronisation einschalten, damit das Bild gleichmäßig läuft.
  7. Einzelne Zusatzeffekte wie Überhöhung oder Wasserspiegelungen prüfen.

Wenn nach Schritt vier noch nichts hilft, liegt es selten an der Grafik. Dann lohnt der Blick auf Hintergrundprogramme, Virenscanner und die Energieeinstellungen von Windows.

Für eine stabile Fahrt zählt eine gleichmäßige Bildrate mehr als ein hoher Spitzenwert. Ein Verlauf, der konstant bei 35 Bildern pro Sekunde liegt, fährt sich ruhiger als einer, der zwischen 70 und 20 springt.

Was du jetzt schon vorbereiten kannst

Der HSB Simulator ist noch nicht veröffentlicht, konkrete Mindestanforderungen für das Add-On nennen wir erst zum Erscheinen. Den Unterbau kannst du trotzdem längst vorbereiten.

Installiere Open Rails, aktualisiere den Grafiktreiber und fahre eine der mitgelieferten oder frei verfügbaren Strecken. Wie du den Simulator von Grund auf installierst und einrichtest, steht in einem eigenen Beitrag.

So kennst du deine ungefähren Werte, bevor das Add-On verfügbar ist, und musst später nur noch nachjustieren. Weitere Beiträge zu Technik, Betrieb und Fahrzeugen findest du im Wissensbereich, der Stand des Projekts steht auf der Startseite.


Häufige Fragen

Braucht Open Rails eine starke Grafikkarte?

Open Rails hängt stärker an der CPU als an der Grafikkarte, weil Fahrphysik, Streckenverwaltung und Darstellung viel Einzelkernleistung verlangen. Eine Mittelklassekarte reicht auf 1920x1080 meist aus, erst hohe Auflösungen, Antialiasing und dynamische Schatten fordern die GPU stärker.

Welche Einstellung kostet in Open Rails am meisten Bildrate?

Am meisten Bildrate kostet in Open Rails die Sichtweite im Video-Reiter der Optionen. Die Zahl der sichtbaren Objekte wächst ungefähr mit dem Quadrat der Entfernung, deshalb bringt schon eine Reduzierung um 500 m oft spürbar mehr Bilder pro Sekunde.

Wie sehe ich in Open Rails meine aktuelle Bildrate?

Mit F5 blendest du in Open Rails während der Fahrt das HUD ein, dort wird die Bildrate angezeigt. Für Vergleiche solltest du immer dieselbe Szene abfahren und nach jeder geänderten Option neu messen.

Was bedeutet die Objektdichte in den Open-Rails-Optionen?

Die Objektdichte (World object density) ist in Stufen von 0 bis 10 einstellbar und legt fest, wie viel Streckenbeiwerk wie Zäune, Schilder und Bäume dargestellt wird. Niedrigere Stufen entlasten die CPU, weil weniger Objekte verwaltet und gezeichnet werden müssen.

Gibt es schon Systemvoraussetzungen für den HSB Simulator?

Nein, der HSB Simulator ist noch nicht veröffentlicht, feste Mindestanforderungen werden erst zum Erscheinen genannt. Wer Open Rails bereits installiert hat und seine Einstellungen kennt, kann die Werte später übernehmen.


Demnächst hier erhältlich.

Die Veröffentlichung wird auf dem Youtube-Kanal von HSB Simulator angekündigt.

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