HSB Simulator
Die virtuelle Harzer Schmalspurbahn für Open Rails
Kurz gefasst

Vor dem ersten Download lohnt ein kurzer Blick auf die Hardware, denn der HSB Simulator setzt einen Windows-PC mit 64-Bit-System voraus. Die Mindestanforderungen sind Windows 7, 8, 10 oder 11 (64 Bit), DirectX 11, 8 GB RAM, eine dedizierte Grafikkarte mit 2 GB VRAM und rund 15 GB freier Speicherplatz.
Auf macOS, Linux oder einer Xbox laeuft das Add-On nicht. Auch Emulationsschichten oder virtuelle Maschinen sind keine sinnvolle Basis, weil Open Rails direkten Zugriff auf die Grafikhardware braucht.
Die 15 GB freier Speicher sind eine Untergrenze, keine Zielmarke. Rechne zusaetzlichen Platz fuer das Open-Rails-Programm selbst, fuer temporaere Dateien beim Entpacken des ZIP-Archivs und fuer spaetere Aktualisierungen ein.
Praktisch ist ausserdem ein Entpackprogramm, das grosse Archive zuverlaessig verarbeitet. Der in Windows integrierte ZIP-Support genuegt grundsaetzlich, arbeitet bei mehreren Gigabyte aber deutlich langsamer als spezialisierte Werkzeuge.
Eine Internetverbindung brauchst Du nur zum Herunterladen sowie spaeter fuer Multiplayer und Updates. Der normale Fahrbetrieb laeuft vollstaendig offline.
Open Rails ist die kostenlose Basis-Engine, auf der der HSB Simulator aufsetzt; ohne sie laeuft das Add-On nicht. Massgeblich ist die Stable Version 1.4 – nicht eine Testing- oder Unstable-Ausgabe, die zwar neuer ist, sich aber anders verhalten kann.
Die Installation laeuft in vier Schritten ab:
Der Hinweis auf das Installationsverzeichnis ist kein Detail am Rande. Liegt Open Rails unter C:\Programme beziehungsweise C:\Program Files, greift die Benutzerkontensteuerung von Windows, und das spaetere Hineinkopieren von Streckendateien scheitert oder landet in einem virtualisierten Ordner, den das Programm nicht sieht.
Vermeide ausserdem sehr lange Pfade und Sonderzeichen im Ordnernamen. Ein kurzer, einfacher Pfad erspart Dir Suchen, wenn spaeter etwas nicht gefunden wird.
Open Rails startet nicht direkt in eine Fahrt, sondern in ein vorgeschaltetes Startmenue, in dem Du Strecke, Aufgabe, Wetter und Uhrzeit auswaehlst. Die Bedienoberflaeche ist englischsprachig; die Auswahlfelder heissen dort unter anderem Route und Activity.
Ueber die Schaltflaeche Options erreichst Du die Einstellungen, aufgeteilt auf mehrere Registerkarten fuer allgemeine Optionen, Audio, Video, Simulation und Tastaturbelegung. Sinnvoll ist es, hier vor der ersten Fahrt die Bildschirmaufloesung und den Vollbildmodus zu pruefen.
Fahr zuerst eine der mit Open Rails ausgelieferten Beispielinhalte, bevor Du Fremdstrecken hinzufuegst. So weisst Du sicher, dass Grafiktreiber, Sound und Steuerung funktionieren, und kannst spaetere Probleme eindeutig dem Add-On zuordnen.
Lohnend ist auch ein Blick auf die Tastaturbelegung im Optionsdialog. Die Bedienung einer Dampflok erfordert deutlich mehr Tasten als eine Diesel- oder Elektroloksimulation – Regler, Steuerung, Bremsen, Feuertuer, Blaeser und Injektoren liegen alle auf eigenen Tasten.
Das Streckenpaket des HSB Simulators wird nach dem Entpacken als kompletter Ordner in das Verzeichnis Open Rails\Content\Routes kopiert. Danach erscheint "HSB Simulator" im Startmenue als auswaehlbare Strecke.
Entscheidend ist die richtige Verschachtelungsebene: In Content\Routes gehoert ein Ordner pro Strecke, nicht der lose Inhalt dieses Ordners. Kippst Du die einzelnen Dateien und Unterordner direkt in Routes hinein, vermischen sie sich mit anderen Inhalten und die Strecke laesst sich nicht mehr sauber laden.
Genauso haeufig ist der umgekehrte Fehler. Viele Entpackprogramme legen automatisch einen zusaetzlichen Ordner mit dem Namen des ZIP-Archivs an, sodass am Ende ein Ordner im Ordner steht. Open Rails sucht die Streckendateien dann eine Ebene zu hoch und findet nichts.
Die Faustregel dazu: Oeffne den kopierten Ordner. Siehst Du darin sofort die Streckendateien und die typischen Unterverzeichnisse, stimmt die Ebene. Siehst Du nur einen einzigen weiteren Ordner mit demselben Namen, verschiebe dessen Inhalt eine Ebene nach oben.
Entpacke das Archiv ausserdem vollstaendig, bevor Du kopierst. Das direkte Herausziehen einzelner Dateien aus dem ZIP-Betrachter von Windows fuehrt regelmaessig zu unvollstaendigen Installationen, die erst mitten in der Fahrt als fehlende Textur oder fehlendes Objekt auffallen.
Open Rails muss nicht zwingend alle Inhalte unterhalb des Programmverzeichnisses verwalten – im Optionsdialog laesst sich unter der Registerkarte Content ein weiterer Ablageort eintragen. Du vergibst dort einen Namen und waehlst den zugehoerigen Pfad aus.
Das ist die richtige Loesung, wenn die Systemplatte knapp wird. Grosse Streckenpakete koennen auf eine zweite Festplatte oder SSD wandern, waehrend das Programm selbst dort bleibt, wo es installiert wurde.
Im Startmenue waehlst Du das angelegte Profil anschliessend oben aus, und die Streckenliste zeigt nur die Inhalte dieses Ablageorts. Wer mehrere grosse Add-Ons parallel nutzt, haelt sie so sauber getrennt.
Wenn Du keinen besonderen Grund fuer eine Trennung hast, bleib bei der einfachen Variante und nutze Open Rails\Content\Routes. Weniger bewegliche Teile bedeuten weniger Fehlerquellen bei der Einrichtung.
Die meisten Probleme bei der Einrichtung von Open Rails haben eine Handvoll wiederkehrender Ursachen. Diese Liste hilft beim Eingrenzen:
Fuer die Fehlersuche schreibt Open Rails eine Protokolldatei mit dem Namen OpenRailsLog.txt auf den Desktop. Darin stehen fehlende Dateien und Ladefehler im Klartext – das ist der schnellste Weg zur Ursache und die beste Grundlage, wenn Du in einem Forum um Hilfe bittest.
Der HSB Simulator ist noch nicht veroeffentlicht, es gibt also derzeit kein Streckenpaket zum Herunterladen. Die Basis laesst sich trotzdem schon vollstaendig vorbereiten: Open Rails 1.4 installieren, die Grundeinstellungen setzen und die Steuerung einer Dampflok mit vorhandenen Inhalten ueben.
Wer die Bedienung schon kennt, kommt spaeter deutlich schneller in den Fahrbetrieb. Auf einem Netz mit 40 km/h Hoechstgeschwindigkeit und langen Steigungen entscheidet nicht die Reaktionsschnelligkeit, sondern das vorausschauende Heizen und Bremsen.
Zur Einstimmung lohnt sich die Seite Die Strecken im HSB Simulator mit den vier Teilen des Netzes – Harzquerbahn, Brockenbahn, Selketalbahn und Strassenbahnlinie 10 in Nordhausen – und der Empfehlung, mit der Selketalbahn anzufangen.
Weitere Anleitungen und Hintergrundtexte sammeln sich im Bereich Wissen; Systemvoraussetzungen, Fahrzeugpark und der Projektstand stehen auf der Startseite. Die Veroeffentlichung selbst wird ueber den YouTube-Kanal und die Facebook-Gruppe des Projekts angekuendigt.
Der HSB Simulator setzt die Stable Version 1.4 von Open Rails voraus. Sie ist kostenlos und wird separat von der offiziellen Projektseite openrails.org heruntergeladen und installiert.
Der entpackte Ordner des Streckenpakets gehoert als Ganzes in das Verzeichnis Open Rails\Content\Routes. Danach laesst sich "HSB Simulator" im Open-Rails-Startmenue als Strecke auswaehlen.
In den meisten Faellen liegt ein zusaetzlicher, vom Entpackprogramm erzeugter Ordner zwischen Content\Routes und den eigentlichen Streckendateien. Verschiebe den Inhalt eine Ebene nach oben, sodass in Content\Routes genau ein Ordner pro Strecke liegt.
Nein. Das Add-On setzt Windows 7, 8, 10 oder 11 in der 64-Bit-Variante mit DirectX 11 voraus und laeuft weder auf macOS und Linux noch auf einer Xbox.
Nein, das Add-On ist noch nicht veroeffentlicht. Open Rails 1.4 kannst Du aber bereits installieren und einrichten; die Veroeffentlichung wird ueber den YouTube-Kanal und die Facebook-Gruppe des Projekts angekuendigt.