HSB Simulator
Die virtuelle Harzer Schmalspurbahn für Open Rails
Kurz gefasst

Rund 140 Kilometer Meterspur, drei sehr unterschiedliche Bahnen und eine Straßenbahnlinie, die mitten im Stadtverkehr auf das Netz der Harzer Schmalspurbahnen wechselt: Das Streckennetz im HSB Simulator ist kein einzelner Schlauch von A nach B, sondern ein zusammenhängender Betrieb, in dem sich Züge begegnen, Anschlüsse abgewartet werden und jede Strecke ihren eigenen Charakter hat. Diese Seite führt der Reihe nach durch alle vier Teile des Netzes – mit den wichtigsten Bahnhöfen, den Steigungen, den Betriebsstellen und einer Empfehlung, womit Du am besten anfängst.
Die Harzquerbahn ist das Rückgrat des Netzes. Auf rund 60 Kilometern verbindet sie Wernigerode am Nordrand des Harzes mit Nordhausen im Süden und quert dabei das gesamte Mittelgebirge. Der Zug verlässt Wernigerode zunächst gemächlich durch die Vorstadt, klettert dann über Wernigerode-Hasserode und Steinerne Renne stetig bergauf und erreicht in Drei Annen Hohne den wichtigsten Knotenpunkt des Netzes. Weiter südlich folgen Elend, Sorge und Benneckenstein, wo sich die Strecke auf über 500 Metern über dem Meer hält, bevor sie über Eisfelder Talmühle und Netzkater durch das Bergbaurevier hinab nach Ilfeld und schließlich nach Nordhausen fällt.
Für den Fahrbetrieb bedeutet das: kaum ein Abschnitt ist eben. Wer von Nordhausen nach Wernigerode fährt, kämpft über weite Strecken gegen die Steigung an und muss den Kessel im Blick behalten; in der Gegenrichtung wird die Bremse zum wichtigsten Bedienelement. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 40 km/h klingt zunächst nach wenig, ist auf der kurvenreichen Trasse aber erstaunlich anspruchsvoll – gerade dann, wenn ein Anschluss in Drei Annen Hohne nicht verpasst werden soll.

In Drei Annen Hohne zweigt die bekannteste Strecke des Netzes ab. Auf knapp 19 Kilometern erklimmt die Brockenbahn über Schierke den Gipfel des Brockens auf 1.125 Metern über dem Meer – die höchste Erhebung Norddeutschlands und der einzige Ort in Deutschland, an dem planmäßige Dampfzüge einen solchen Höhenunterschied bewältigen. Die Trasse legt sich in weiten Bögen um den Berg, mit langen, gleichmäßigen Steigungen von bis zu 33 Promille, die der Lok über eine halbe Stunde am Stück alles abverlangen.
Im Simulator ist genau das der Reiz: Die Bergfahrt ist eine Übung in vorausschauendem Heizen und Dosieren. Wer zu spät nachlegt oder den Regler zu großzügig öffnet, steht auf halber Strecke mit sinkendem Kesseldruck. Oben angekommen wartet der Brockenbahnhof mit seinem charakteristischen Umsetzgleis, und bei klarem Wetter reicht der Blick über den halben Harz. Die Talfahrt ist keineswegs die einfachere Hälfte – die Bremsprobe vor der Abfahrt gehört hier zum Ablauf.

Die Selketalbahn im Osten des Harzes ist der ruhige Gegenentwurf zur Brockenbahn. Von Quedlinburg über Gernrode führt sie durch das enge, bewaldete Selketal an Mägdesprung vorbei nach Alexisbad, wo die kurze Stichstrecke nach Harzgerode abzweigt. Weiter geht es über Silberhütte und Straßberg nach Stiege und von dort entweder nach Hasselfelde oder über Eisfelder Talmühle zurück auf die Harzquerbahn – das Netz schließt sich also zum Ring.
Betrieblich ist die Selketalbahn abwechslungsreicher, als ihre beschauliche Landschaft vermuten lässt: kurze Züge, kleinere Loks, viel Kreuzungsverkehr in den Ausweichbahnhöfen und die bekannte Wendeschleife bei Stiege, mit der ein Zug ohne Umsetzen die Richtung wechseln kann. Wer Rangieraufgaben mag, findet hier die dankbarsten Aufgaben des ganzen Netzes.

Am südlichen Ende des Netzes wartet eine Besonderheit, die es sonst kaum irgendwo gibt: Die Linie 10 der Straßenbahn Nordhausen fährt zunächst als klassische Stadtbahn über den Bahnhofsvorplatz und am Rathaus vorbei durch die Innenstadt – und wechselt dann am Bahnhof Nordhausen Nord auf die Gleise der Harzquerbahn, um weiter bis Ilfeld zu fahren. Im Simulator bedeutet das Straßenverkehr, enge Bögen und Haltestellen im Sekundentakt, bevor unmittelbar danach der Eisenbahnbetrieb mit Signalen und Zugkreuzungen beginnt.

Zu einer Dampfbahn gehört mehr als die freie Strecke. Das Bahnbetriebswerk Wernigerode mit Lokschuppen, Bekohlungsanlage, Wasserkran und Schlackegrube ist im HSB Simulator vollständig nachgebildet und Ausgangspunkt vieler Aufgaben: Lok aus dem Schuppen ziehen, bekohlen, Wasser fassen, zum Zug setzen. Wer den Betriebsablauf einmal von Anfang an mitfährt, versteht schnell, warum ein Dampfzug im Fahrplan mit deutlich mehr Vorlauf eingeplant wird als ein Triebwagen.

Für die erste Fahrt empfiehlt sich die Selketalbahn: kurze Züge, moderate Steigungen und überschaubare Bahnhöfe machen es leichter, sich an Regler, Bremse und Signalbild zu gewöhnen. Danach folgt sinnvollerweise die Harzquerbahn, weil sie das Zusammenspiel aus Fahrplan, Zugkreuzungen und Streckenlänge zeigt. Die Brockenbahn hebt man sich am besten für den Moment auf, in dem das Feuer sicher im Griff ist – sie ist die anspruchsvollste, aber auch die eindrucksvollste Fahrt im ganzen Netz.
Alle Strecken lassen sich sowohl in den 30 vorgefertigten Aufgaben als auch im freien Fahrplan-Modus befahren, in dem ein kompletter Betriebstag hinterlegt ist. Wer möchte, fährt selbst; wer lieber zuschaut, bewegt sich als Trainspotter frei über die Karte und beobachtet Kreuzungen, Rangierfahrten und Verspätungen. Details zu Installation, Systemvoraussetzungen und Fahrzeugpark stehen auf der Startseite.
Rund 140 Kilometer Meterspur: die Harzquerbahn von Wernigerode nach Nordhausen (rund 60 km), die Brockenbahn ab Drei Annen Hohne (knapp 19 km), die Selketalbahn von Quedlinburg über Alexisbad nach Hasselfelde und Eisfelder Talmühle sowie die Straßenbahnlinie 10 in Nordhausen.
Die Selketalbahn. Kurze Züge, moderate Steigungen und überschaubare Bahnhöfe machen es leichter, sich an Regler, Bremse und Signalbild zu gewöhnen. Danach folgt sinnvollerweise die Harzquerbahn, zuletzt die anspruchsvolle Brockenbahn.
Der Brockenbahnhof liegt auf 1.125 Metern über dem Meer. Die Brockenbahn überwindet den Höhenunterschied ab Drei Annen Hohne auf knapp 19 Kilometern mit Steigungen von bis zu 33 Promille.
Ja. Die Linie 10 fährt durch die Innenstadt von Nordhausen und wechselt am Bahnhof Nordhausen Nord auf die Gleise der Harzquerbahn, um weiter bis Ilfeld zu fahren.
Ja. Alle Strecken lassen sich in den 30 vorgefertigten Aufgaben und im freien Fahrplan-Modus befahren, in dem ein kompletter Betriebstag hinterlegt ist. Alternativ lässt sich der Betrieb als frei beweglicher Trainspotter beobachten.