Wissen · 4. September 2026
Kurz gefasst

Open Rails enthält einen Mehrspieler-Modus, in dem mehrere Spieler gleichzeitig auf derselben Strecke unterwegs sind und die Züge der anderen in Echtzeit sehen. Ein Rechner übernimmt dabei die Rolle des Servers, alle übrigen verbinden sich als Clients.
Es gibt keinen zentralen Anbieter-Server und keine Registrierung. Die Verbindung läuft direkt zwischen den beteiligten Rechnern über eine IP-Adresse und einen Port, ähnlich wie bei älteren PC-Spielen mit LAN-Modus.
Im Spiel bedeutet das: Fremde Züge fahren als bewegliche Objekte in deiner Welt mit, du kannst dich an Signalen und in Bahnhöfen begegnen, kreuzen und überholen. Der Server hält den gemeinsamen Zustand von Strecke, Weichen und Zügen zusammen.
Eine feste Obergrenze für die Teilnehmerzahl im Sinne eines Matchmaking-Systems gibt es nicht. In der Praxis begrenzen die Uploadrate der Server-Leitung, die Latenz und die Rechenleistung der beteiligten PCs, wie viele Züge gleichzeitig sinnvoll unterwegs sein können.
Die häufigste Ursache für gescheiterte Multiplayer-Sitzungen sind unterschiedliche Softwarestände und Inhalte, nicht das Netzwerk. Klärt deshalb vorab diese Punkte in der Gruppe:
Sinnvoll ist außerdem ein zweiter Kommunikationskanal, etwa ein Sprachchat, weil Absprachen zu Kreuzungen und Weichen deutlich schneller gehen als über Tastatureingaben während der Fahrt.
Der Server muss immer zuerst laufen, bevor sich Clients verbinden können. Der Server-Spieler wählt im Startprogramm von Open Rails die Strecke und den Startpunkt aus, trägt seinen Spielernamen und den Port ein und startet die Sitzung im Servermodus.
Der Standard-Port für Multiplayer in Open Rails ist 30000. Du kannst einen anderen Port verwenden, dann muss ihn aber jeder Client exakt gleich eintragen.
Im heimischen LAN reicht die lokale IPv4-Adresse des Server-PCs, typischerweise im Bereich 192.168.x.x. Sie lässt sich unter Windows mit dem Befehl ipconfig in der Eingabeaufforderung auslesen.
Für Sitzungen über das Internet sind zwei zusätzliche Schritte nötig: eine Portweiterleitung im Router auf den Server-PC und eine Firewall-Regel, die Open Rails eingehende Verbindungen erlaubt. Wer keinen Zugriff auf den Router hat, kann stattdessen ein virtuelles LAN-Werkzeug nutzen, das alle Teilnehmer in ein gemeinsames Netz legt.
Als Client brauchst du drei Angaben vom Server-Spieler: Adresse, Port und die genaue Strecken- und Startauswahl. Danach läuft die Verbindung in dieser Reihenfolge:
Wenn der Server-Spieler die Sitzung beendet, endet sie für alle. Ein einzelner Client kann dagegen aussteigen und sich später wieder verbinden, ohne die anderen zu stören.
Übe den Ablauf ruhig einmal zu zweit auf einer kleinen Strecke. Netzwerkprobleme lassen sich viel leichter finden, wenn nicht gleichzeitig neue Inhalte im Spiel sind.
Open Rails überträgt im Multiplayer keine Modelle, sondern nur Positionen, Zustände und Verweise auf Dateien. Fehlt bei dir die Lok, mit der ein Mitspieler fährt, kann dein Open Rails den fremden Zug nicht korrekt anzeigen.
Deshalb gilt: Alle Teilnehmer installieren dieselbe Add-on-Version in dieselbe Ordnerstruktur unterhalb ihres Content-Verzeichnisses. Die Ordnernamen für Strecken und Fahrzeuge müssen übereinstimmen, auch wenn der übergeordnete Installationspfad auf jedem PC anders heißen darf.
Auch die Zugverbände sollten identisch vorliegen. Wer einen selbst zusammengestellten Verband nutzt, sollte die Datei vorher an die Gruppe weitergeben, sonst sieht nur er selbst den vollständigen Zug.
Für das HSB-Add-on heißt das konkret: Sobald es erscheint, ladet alle dieselbe Fassung und spielt spätere Aktualisierungen gemeinsam ein. Welche Strecken das Add-on abbildet, findest du unter Strecken, einen Überblick zum Projekt auf der Startseite.
Das Netz der Harzer Schmalspurbahnen ist meterspurig und weitgehend eingleisig – gegenläufige Züge können sich nur in Bahnhöfen begegnen. Genau das macht den Reiz einer Multiplayer-Sitzung aus: Die Kreuzung im Bahnhof ist keine Kulisse mehr, sondern eine echte Verabredung zwischen zwei Spielern.
Bewährt hat sich eine klare Rollenverteilung. Der Server-Spieler übernimmt die Fahrdienstleitung, koordiniert Weichen und Kreuzungen und gibt die Reihenfolge vor; die anderen fahren ihre Züge und melden Ankunft und Abfahrt.
Legt vor dem Start fest, wer wo beginnt, in welche Richtung fährt und in welchem Bahnhof die erste Kreuzung stattfindet. Ohne diese Absprache stehen sich zwei Züge schnell auf freier Strecke gegenüber, und einer muss zurücksetzen.
Für Fahrten über die Harzquerbahn, die Brockenbahn oder die Selketalbahn lohnt es sich, Steigungsabschnitte und Aufenthalte gemeinsam zu planen. Hintergründe zu Betrieb und Fahrzeugen sammeln wir im Bereich Wissen.
Wenn keine Verbindung zustande kommt, liegt es fast immer an Port, Firewall oder Adresse. Prüfe in dieser Reihenfolge: Läuft der Server bereits? Stimmt der Port bei allen? Ist die Firewall-Ausnahme für Open Rails gesetzt? Zeigt der Router die Weiterleitung auf die richtige interne Adresse?
Erscheint ein Mitspieler in der Liste, sein Zug aber nicht oder nur teilweise, fehlen dir seine Fahrzeugdateien. Vergleicht die Inhalte und die Add-on-Version, nicht die Netzwerkeinstellungen.
Ruckeln oder springende Züge deuten auf Latenz oder eine überlastete Uploadleitung des Servers hin. Als Server sollte deshalb der Teilnehmer mit der stabilsten Verbindung antreten, nicht zwingend der mit dem schnellsten Rechner.
Wird ein Spielername doppelt vergeben, kann das die Sitzung stören. Legt vorab eine kurze Namensliste fest, dann fällt das Problem gar nicht erst an.
Das HSB-Add-on steht noch nicht zum Herunterladen bereit – die Multiplayer-Einrichtung kannst du aber vollständig vorher erledigen. Nichts davon ist streckenspezifisch.
Sinnvolle Vorbereitung in der Gruppe:
Wenn das steht, kostet der Umstieg auf die Harzer Strecken später nur noch die Installation der Inhalte. Den aktuellen Stand des Projekts halten wir auf der Startseite fest.
Der Standard-Port für den Multiplayer-Modus von Open Rails ist 30000. Für Sitzungen über das Internet muss dieser Port am Router des Server-Spielers auf dessen PC weitergeleitet und in der Windows-Firewall für Open Rails freigegeben sein; ein abweichender Port funktioniert, muss dann aber bei allen Teilnehmern identisch eingetragen werden.
Ja. Open Rails überträgt im Multiplayer keine Modelle, sondern nur Positionen und Verweise auf lokale Dateien, deshalb brauchen alle Teilnehmer dieselbe Strecke, dieselben Fahrzeuge und möglichst dieselben Zugverbände in derselben Version – sonst werden fremde Züge nicht oder nur unvollständig dargestellt.
Nein, das Add-on für die Harzer Schmalspurbahnen ist noch nicht veröffentlicht. Die Multiplayer-Einrichtung von Open Rails – Server, Portfreigabe, Client-Verbindung und Absprachen in der Gruppe – lässt sich aber schon jetzt mit jeder anderen vorhandenen Strecke einrichten und testen.
Beendet der Server-Spieler Open Rails, endet die Multiplayer-Sitzung für alle Teilnehmer. Verlässt dagegen nur ein Client das Spiel, läuft die Sitzung für die übrigen weiter, und er kann sich später erneut verbinden.
Legt vor der Fahrt fest, wer in welche Richtung fährt und in welchem Bahnhof gekreuzt wird, und lasst den Server-Spieler die Fahrdienstleitung übernehmen. Auf dem weitgehend eingleisigen Netz der Harzer Schmalspurbahnen sind Begegnungen nur in Bahnhöfen möglich, deshalb ersetzt die Absprache in der Gruppe den Fahrplan.